Unterwegs zur Zweitausendwatt-Gesellschaft – ein herausfordernder Weg

Die Wege zur Realisierung von Visionen sind herausfordernd. Das gilt auch für die Zweitausendwatt-Gesellschaft. Wenn wir wollen, ist diese Vision zu erreichen. Nicht heute, nicht morgen – auch nachfolgende Generationen werden ihren Anteil an den zu meisternden Herausforderungen auf diesem Weg zu übernehmen haben. Die Zweitausendwatt-Gesellschaft betrifft zahlreiche Alltagsbereiche – Ernährung, Mobilität, Konsum zum Beispiel. Jede und jeder hat täglich Entscheide zu treffen, die sich letztlich auf diesen Weg zur Zweitausendwatt-Gesellschaft auswirken.

Gebäude – Wohnhäuser, Bürobauten, Schulhäuser, Altersheime, Spitäler, Einkaufszentren – nutzen wir täglich. Hin und wieder gibt es, ein solches Gebäude zu erneuern oder gar neu zu bauen. Viele Aspekte sind dabei zu beachten, auch mit Bezug zur 2000-Watt-Gesellschaft. Bei der Einweihung eines energieautarken Mehrfamilienhauses in Brütten haben die Verantwortlichen siebzehn Broschüren vorgestellt, jeweils mehrere Seiten mit Aspekten zu technischen Fragestellungen. Als Lauftext die Titel dieser Broschüren:

Bundesrätin Doris Leuthard mit Architekt und Bauherr des energieautarken Hauses in Brütten
Bundesrätin Doris Leuthard mit Architekt und Bauherr des energieautarken Hauses in Brütten

Strom produzierendes Dach, Strom produzierende Fassade, Architektur und Umwelttechnik in Symbiose, Kurzzeitspeicherung von Strom, Langzeitspeicherung von Strom, Erdspeicher Thermische Speicher, Erdsonde, Wärmepumpe, Effiziente Gebäudehülle, Wand und Bodenheizung, Kontrollierte Wohnungslüftung, Systeme zur Haussteuerung und Benutzerinfo, Energieeffiziente Beleuchtung, Sparsamer Umgang mit Wasser und Warmwasser, Energieeffiziente Haushaltsgeräte, Energietipps / Benutzerverhalten, Nachhaltige Mobilität. 

Wenn nur schon die Energiethemen derart vielfältig sind, werden auch weitere technische und ökonomische Sachverhalte ein ebenso breites Spektrum an Herausforderungen bieten.

Herausfordernde Wege sind einfacher zu begehen, wenn dies mehrere Menschen zusammen tun. Erfolgsversprechend ist es etwa, vom Fachwissen und den Erfahrungen anderer zu profitieren. Dabei geht es häufig nicht nur um die eigentliche Technik, sondern häufig um Haltungsfragen, um soziale Aspekte, und hin und wieder auch um sehr emotionale Angelegenheiten. Als ein Thema: Wie viel Wohnfläche braucht der Mensch?

Beratungen und Planungen gehören zu den Selbstverständlichkeiten bei vielen Veränderungsvorhaben. Erfahrungsberichte zeigen, dass es hin und wieder eine andere Ebene braucht, um insbesondere emotionale Themen und Fragen ausserhalb des eigenen Erfahrungsraumes klug angehen zu können. Coaching und Mentoring bieten sich dazu an: Räume für offene Gespräche, Räume für die zu häufig nicht gestellten Fragen, Räume für Unsicherheiten, Räume, um Widersprüche sichtbar zu machen.

werkstatt.zweitausendundeinwatt.ch will solche Räume ermöglichen.


Welche Bilder illustrieren sinnvollerweise eines solchen Artikel? Bauherr und Architekt – in diesem Beispiel Vater und Sohn Schmid – sind Schlüsselpersonen bei Idee und Realisierung des energieautarken Gebäudes in Brütten. Bundesrätin Doris Leuthard war Gast an der Einweihung des Hauses. Sicher darum, weil der Bund vertreten durch das Bundesamt für Energie dieses Leuchtturmprojekt unterstützt. Damit ist aber auch eine Botschaft verbunden: Bauherrschaften, ArchitektInnen und Architekten, nehmt zur Kenntnis, dass sich die hohe Politik für solche Beispiele interessiert und damit zeigt, dass dies der Weg in die Zukunft ist. 

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